Liebe Eltern,
immer wieder
schweifen meine Gedanken zurück zur Klassenfahrt und auch die Gespräche
mit den Kindern und der Kinder untereinander drehen sich oft um unsere
gemeinsame Woche in Ellemeet. Wir Lehrer merken, dass die Klassen in sich, aber
auch die 3a und die 3b zusammen gewachsen sind.
Da es mit dem Blog ja nur eingeschränkt klappte,
möchte ich Ihnen die folgenden Schilderungen echt wahrer Begebenheiten nicht
enthalten, die wir aber nicht mehr hochladen konnten:
Am Strand im schönsten Sonnenschein, an dem die Kinder
fröhlich toben und spielen, wird HillyBilly am ersten Tag plötzlich gefragt: 'Gibt
es hier Zombies?' ' "Nein",
antwortet der pädagogisch versierte Klassenlehrer, " in Deutschland gibt es keine Zombies. Nur in
Holland gibt es Zombies."
"Aber, aber... Wir sind doch hier in Holland!!!!!" Tja, im
Leben musst du dich mit immer neuen Herausforderungen auseinandersetzen!
Am letzten Abend macht sich die Aufregung vor der
Disko, aber auch die Erschöpfung nach den vollen, intensiven Tagen bemerkbar.
Die Tischmanieren beim Abendessen lassen spürbar nach.
An einem Tisch spielen Jungs mit gefüllten
Orangensaft-Bechern Kicker und markieren das dafür notwendige Fußballfeld,
indem sie es direkt aus der Safttüte mit Orangensaft ausgießen. Na, dafür wird
das Eis als Nachtisch gestrichen und ein extra Tischdienst angeordnet.
Doch das Aufbrezeln für die Disko klappt - trotz
weniger Zeit - auch bei diesen Jungs, alle legen Wert darauf, richtig cool
auszusehen. Ein Junge fiel uns schon bei der Anreise durch seinen riesigen
Koffer auf. In der Woche zeigt er immer neue, coole Outfits und das obercoolste
Outfit zeigt er nun. Bei der Rückkehr klärt uns seine Mutter auf. Sie arbeitet
in einem Kindermodengeschäft und ihr Sohn sollte als Model Werbung machen.
Einem Jungen, an dessen Hals und Kopf noch Spuren von
zu dick aufgetragener Sonnenmilch vermischt mit Sand vom Strand kleben, soll
auf Empfehlung von HillyBilly vor der Disko duschen. "Neee, das brauche ich nicht. Das mach
ich zu Hause!", antwortet er. HillyBilly drängt und weist ihn auf sein
verklebtes Sandgesicht hin und dass er die Sonnenmilch und den Sand abwaschen
soll. " Nee, das brauch
ich nicht! Wenn ich heute Abend schlafen geh, rubbelt sich das ganz von allein an meinem Kopfkissen
ab. Das reicht!"
Da wir Lehrer laut Lehrplan die
Argumentationsfähigkeiten unserer Schüler fördern sollen, lässt HillyBilly
diese Begründung stehen. Was soll man darauf auch sagen?
Lea verletzt sich kurz vor dem Beginn der Disko am
Fuß. Sie wird auf einen Stuhl im Innenhof gesetzt, der Fuß hochgelagert und mit
Kühlpad gekühlt und sie leidet tapfer vor sich hin. Kaum erklingen die ersten
Takte der Musik, springt sie auf und tanzt, was das Zeug hält. Sie macht nur
dann zwangsweise Pause, wenn Auftritte sind.
Ein Auftritt ist der Tanz der Klassenlehrer zu 'Cotton
Eye Joe', einem Cowboy-Song. Wir kriegen das so gut hin, dass Kinder warnen:" Beki, pass auf! Dein
Mann macht mit dir Schluss!" Nein, macht er nicht. Er ist viel zu
beschäftigt mit Tanzen und sein mit Gel verkleisterter, grauer Irokese steht ihm richtig gut.
Die Disko ist der Höhepunkt an Ausgelassenheit und
Lebensfreude. Immer wieder wird der geniale Auftritt von Luke und Melone
(Marlon) bewundert, wie sie Break Dance machen, sich locker auf den Boden
schmeißen und wieder hochspringen. In fast jedem Text, den die Kinder nach der
Klassenfahrt schreiben, wird ihr
Auftritt bewundernd gewürdigt.
Luke und Melone, ihr seid unsere Stars!
Das mit den kleinen Verletzungen passiert immer
wieder. Kinder kommen zu uns und brauchen ein Pflaster. Wenn wir sie fragen,
wie denn was passiert sei, antworten sie oft: " Das kann ich dir nicht
sagen. Plötzlich hat jemand zu mir gesagt, dass ich blute. Ich hab das gar
nicht gemerkt." Nur für Kinder mit blutigen Zehen wird der Fußmarsch vom
Strand gestrichen und sie werden mit dem Versorgungsauto chauffiert.
Jaja, der Weg zum Strand ist tatsächlich 2.5km und
zurück wird er auch nicht kürzer. In einem Kindertext steht: 'Der Weg zum
Strand hat total genervt. Aber dann war es total super.'
Auf dem Weg zum und vom Strand weht natürlich oft der
Wind, wie das in Küstennähe so üblich ist. Semi kämmt sich alle paar Minuten,
denn die Frisur muss ja sitzen, auch beim Quallenfangen und Wellen-Hüpfen. Dazu
trägt er seinen Kamm stets bei sich, hält inne und kämmt sich immer und immer
wieder.
Was noch in
Erinnerung bleibt, ist die Zimmer-Kontroll-Kommission. 'Da sind immer alle
ausgeflippt!', schreibt ein Kind. Am letzten Tag wollen alle Kinder Rache üben
und verlangen, jetzt die Lehrerzimmer zu kontrollieren. Frau Frankenstein und
Selma sind die Streber und bekommen fast volle Punktzahl für ihre Zimmer.
HillyBilly schneidet schlechter ab, denn er hat auf
seinem Tisch ja gar keine Kinder-Leckerlis für die
Kinder-Lehrerzimmer-Kontroll-Kommission bereit gelegt! H!A!L!L!O!!!! HILLYBILLY!!!!
Wer sich mit Leckerlis bestechen lässt, muss auch mal ein paar Leckerlis Bestechung
rausrücken!
Und Beki bekommt für ihr Zimmer null Punkte, was sie
gar nicht verstehen kann. Die Klamotten auf dem Boden, der Stuhl umgekippt, die
Matratze aus dem Bett gezogen, überall Sand, Sand, Sand, der Mülleimer leer,
dafür bedecken typische Mülleimer-Inhalte den kompletten Boden - die Sache ist glasklar
und es gibt kein Erbarmen. Doch, gibt es schon. Einige Kinder sagen: 'Beki, kom. Sei nicht traurig! Ich helf
dir beim Aufräumen. Ich zeig dir, wie das geht!"
Beim Abschied, stehen die Betreuer des Kinderhotels
mit weißen Taschentüchern an der Straße und winken uns zu. Kurz vor dem
Einsteigen fallen manche Kinder ihnen noch um den Hals und bedanken sich für
alles.
Auf der Busfahrt zurück lassen wir die Woche Revue
passieren und die Kinder merken, dass es nicht nur Heimweh gibt, sondern auch
Ellemeet-Weh, Muschelsuch- und Wellenhüpf-Weh, Disko- und Quallenzoo-Weh,
Zimmerparty-und nette Betreuer-Weh.
Morgen am letzten Schultag werden wir zusammen die 400 Fotos von HillyBilly anschauen und noch einige auf diesem Blog zeigen. Und Sie bekommen diese Fotos auch- aber erst nach den Ferien!
Eine Mutter erzählt mir beim Lachmöwen-Löwen-Tag, dass
sie die ganze Woche Tochter-Weh hatte. Ja, die Kinder werden auf ganz
fantastische Art größer, nabeln sich stückchenweise ab, werden groß und sind
stolz darauf. Und Eltern- das weiß ich aus eigener Erfahrung- finden das
ziemlich unfantastisch.
Naja, morgen gibt es Ferien und damit viel freie,
unbeschwerte Zeit, die Sie mit Ihren fantastischen Kindern genießen können. Und
kaum ein Kind wird, da bin ich mir sicher, während der Sommerferien 'Schul- und
Hausaufgaben-Weh' haben.
Hallo ich bin`s Branko,
AntwortenLöschenmir hat die ganze Klassenfahrt gefallen. Aber ich fand es super das die Klassen-
sprecher den Schatz vergraben durften,und ich war ja dabei!
Auch fand ich es ganz toll als Melone und Lukas getanzt haben.
Die Disko war sowie so super toll.!!!
Nur den Weg zum Strand fand ich doof,der war zu lang!!!!!
Der Weg zurück zum Haus war schwer,da ich ohne Schuhe gegangen bin und dann der Steinweg kam und ich auf meinem Po gerutscht bin! War aber auch nicht besser dadurch!
Cool fand ich das ich Nachts immer mit Terry quatschen konnte, danke nochmal Terry, Du bist super und Du Beki bist auch super!!! Und auch Frau Franken und Herr Hilgers auch. Super war auch das die Mama von Sude da war, die kann ich gut leiden. Doof war das ich meistens nur vier Stunden schlafen konnte, aber war ok!
Liebe Grüße an die ganze Klasse 3b und schöne Sommerferien noch
Euer Branko.
Auch an die Klasse 3a noch schöne Grüße und schöne Ferien ;):);)
Ach, ich hab vergessen , wir sind ja jetzt in der 4a und 4b
Tschüss Branko